Stefan ist mein Sohn und ist examinierter Altenpfleger, er kann auch zeichnen aber er dichtet viel lieber und macht sich viel Gedanken um seine Umwelt so dass er manchmal alles von der Seele schreiben muss.Das Talent hat er wie sein Urgrossvater, den er leider nie kennenlernen durfte.Er überraschte mich mit diesen Zeilen vor einigen Tagen:

In - on -Off Toleranz

Ein Mensch, ob Groß ob Klein,
Ob dick ob dünn, oder grob und fein.
Schön anzusehen und charmant,
Adrette und höflich ganz galant...
Bilder die uns einverleibt,
Gedanklich Triebig, Wohl verleiht.
Das Gleiche kann nicht schaden,
In Ängsten dann noch baden?!
Ähneln die Geschmäcker?
Schmeckt bekanntes immer lecker?
Ist Anders sein den so verkehrt,
So bekommt man es gelehrt?! 
Ist etwas was nicht schön ansehnlich,
Unserem wohl den gar nicht ähnlich?

Ob wesentlich nicht angenehm,
Und äußerlich gern anzusehen?
Ob dunkel braun oder doch zu hell,
Stimmlich dann doch viel zu grell..
Glaube , Atheismus, falscher Gott,
Phrasen eines dummen Schrott?

Körperlich gar arg verstellt,
Nach Krankheit Unfall und kein Geld.
Natur es formte eigen,
Kann es sich nicht unfrei zeigen.
Denn gedanklich hässlich unverhemmt,
Sind manche Menschen doch verklemmt.

Denken die Macht zu haben,
Urteile zu fällen und anzuklagen.
Götter gleich sich zu erheben,
Zerstörungswütend  sich ergeben.
Ob Angst ob Feigheit oder Wut,
Induktiver falscher Mut.
Antipathisch fast gar überheblich,
Ihr Verhalten einfach dämlich.

Verzeiht mir meinen Groll,
Das ich diesen Scheiß nicht Zoll.
Was Fakt ist und was wahr,
Jeder weiß es und legt es anders dar!
Leicht lässt man sich belügen,
Von unfassbar blöden Trügen.
Das eigen ist dem andern teuer,
Drum Schaffen wir dann Ungeheuer.
Formen ethnische Moralgeschichten,
Beuten, unserer Oralgedichten.
Menschen die sich nicht können wehren,
andere Eindrücke uns wollen lehren.

Wir verbergen wer wir sind,
Und die Ahnungslosen vertrauen blind.
Die Schuld dann von uns geben,
Damit andere dann den Schein ausleben.
Das Leben kann so einfach sein,
Unbeschwert und von Unschuld rein.
Feige sein und dann noch dreist,
das nicht einmal das Gewissen beißt.



Es müssen Lückenbüßer her,
Vertrauen in uns, hat sonst keiner mehr.
Der abkauft diesen Schund,
Von Selbstverleugnis ist man Wund.
Denn so toll ist man selber nicht,
Eingeständnis bis das Rückgrat bricht?!
Menschlichkeit in Raten,
Andere bezahlen für unsere Taten.

Warum der Hass auf andere Länder,
Ein Mensch zu sein füllt so viele Bänder.
Ich kann es nicht mehr hören,Das ewge geflenne der Himmelschören.
„Wir sind die armen wir sind so gut,
Die anderen vergießen unser Blut.
Wir sind so Fromm und wohl erzogen,
So kultiviert und nicht verlogen.
Selbstaufopferisch bei allem Segen,
Selbstreflektiert, kein Stress wir hegen.
Achten doch die Welt, das Leben..
Die liebe wir stets doch anstreben.“

So sagt mir nun wo ist es so,
Dann wären wir doch alle froh.
Dann gäbe es den Unmut nicht,
Ein miteinander leicht und schlicht.
Keine Kriege und keine Toten,
Keine Sorgen und Hiobs- Boten.
Die Bösen wären ausgerottet,
Ohne dass man ständig spottet.
Alleine wäre man dann nicht mehr,
Wie schön das Leben dann doch wär.

Der Mensch braucht Krieg,
Erringen, wird er keinen Sieg.
Er stellt sich seiner Dämonen nicht,
Bis sein Leben auseinander bricht.
Und dann die Frage nach dem Sinn,
Welcher Mensch ich wirklich bin ,wie wer, hat zu sein,
bestimm nicht ich, sondern er allein.

Was ist Recht und was ist Schuld,
Das diktieren, ist ein fieser Kult.
Recht zu fertigen ist eine Sicht,
Doch ist es gerecht, wenn es dich dann sticht?
Kann ich immer richtig liegen,
Oder tu ich diese Welt umbiegen.
Ist der Starke denn der Schwache,
Ist denn Liebe nur eine Sache?
Kann ich urteilen ohne Sicht,
Wenn es dunkelt, seh ich Licht? 
Was macht mich denn zu dem ich bin,
Sich selber zu sein, der wahre Sinn?

Ich brauche keine Ungeheuer,
Ich bin Ich selber und das mit Feuer.
Ich brenne für die Blinden,
Damit sie das Licht, wieder finden.

Copyright by Stefan Scholl

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